Technik mit Verantwortung gestalten
Nachhaltige Bildung am ESB Hamm
Als Berufskolleg für Technik, Informatik und Gestaltung begleiten wir junge Menschen auf ihrem Weg in Beruf, Studium und Gesellschaft. Im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) fördern wir die Fähigkeit, Herausforderungen unserer Zeit zu verstehen, Verantwortung zu übernehmen und Zukunft aktiv mitzugestalten. Nachhaltigkeit ist dabei fester Bestandteil unseres Unterrichts, unserer Projekte und unserer Schulentwicklung. Wir stärken Gestaltungskompetenz, demokratische Mitwirkung und verantwortungsbewusstes Handeln in einer vielfältigen Gesellschaft.
Am ESB wird nachhaltige Entwicklung in vielen Projekten konkret erfahrbar. Unsere Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich beispielsweise mit Green Coding und nachhaltiger IT, E-Mobilität, barrierefreier Gestaltung, Entwicklungsprojekten mit der FH Südwestfalen oder kulturellen Projekten wie der Hammer Elefantenparade. So verbinden wir technische Innovation mit sozialer Verantwortung, Inklusion und Bildungsgerechtigkeit. Die Arbeitsgruppe BNE begleitet diese Entwicklungen und unterstützt ihre langfristige Verankerung in Unterricht und Schulentwicklung.
Projekt oder Unterricht? – Orientierung zur Einordnung von BNE-Projekten am ESB
Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen entwickelt unser interdisziplinäre Arbeitsgruppe BNE Projekte, Ideen und Impulse für Unterricht, Schulleben und Schulentwicklung. Ziel ist es, Nachhaltigkeit Schritt für Schritt in allen Bereichen unserer Schule sichtbar und wirksam werden zu lassen. Dabei orientieren wir uns am Whole School Approach (WSA), der nachhaltige Entwicklung als Aufgabe der gesamten Schulgemeinschaft versteht.
Unser Handeln orientiert sich an der Agenda 2030 und der Landesstrategie BNE NRW. So verbinden wir berufliche Bildung mit Verantwortung und gestalten gemeinsam eine Schule, in der nachhaltiges Denken, demokratische Teilhabe und Zukunftsgestaltung selbstverständlich zusammengehören.
Eine Auswahl aktueller Projekte mit BNE-Bezug am ESB
(Mehr in der verlinkten Datei zu den aktuellen Projekten)
Die Klasse BFE2 besuchte gemeinsam mit der Schulsozialarbeiterin Frau Pröbe und dem Klassenlehrer Herrn Klinker die Ausbildungsmesse „Deine Zukunft – Nach der Schule!“ im Dietrich-Keuning-Haus in Dortmund.
Die Schülerinnen und Schüler erhielten dort die Möglichkeit, unterschiedliche Ausbildungsberufe, Unternehmen und aktuelle Ausbildungsangebote kennenzulernen. Gleichzeitig konnten sie mit Auszubildenden, Ausbilderinnen und Ausbildern ins Gespräch kommen und dabei ihr eigenes Auftreten im beruflichen Kontext erproben.
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts lag auf der Erweiterung des persönlichen Erfahrungsraums: Durch den außerschulischen Lernort in Dortmund und die gemeinsame Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wurde deutlich, dass berufliche Perspektiven auch außerhalb des direkten eigenen Umfelds erreichbar sind.
Die Nachbereitung der Eindrücke erfolgt im Rahmen der MTK-Stunde im Unterricht. Das Projekt unterstützt insbesondere die Ziele hochwertiger Bildung, nachhaltiger Berufsorientierung und gesellschaftlicher Teilhabe im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).
| SDG 4.7: Bildung für nachhaltige Entwicklung | Förderung von Berufsorientierung, Zukunftskompetenz und reflektierter Lebensplanung durch die aktive Auseinandersetzung mit Ausbildungs- und Bildungswegen. |
| SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum | Unterstützung beim Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf durch Einblicke in aktuelle Ausbildungsangebote und berufliche Perspektiven. |
| SDG 10: Weniger Ungleichheiten | Erweiterung beruflicher Chancenräume durch den Zugang zu außerschulischen Lernorten und die Begegnung mit regionalen Ausbildungsakteuren. |
| SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden | Sensibilisierung für regionale Mobilität und nachhaltige Teilhabe durch die eigenständige Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im regionalen Raum. |
| SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | Kooperation zwischen Schule, Schulsozialarbeit sowie externen Bildungs- und Ausbildungsakteuren im Rahmen der Berufsorientierung. |
Am ESB haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, das Deutsche Sprachdiplom (DSD I PRO) zu erwerben. Das international anerkannte Zertifikat bestätigt ihre Deutschkenntnisse und verbessert ihre Chancen auf Ausbildung und Beruf.
Die Teilnahme erfolgt freiwillig und wird durch gezielte Förderung und intensive Vorbereitung durch erfahrene Lehrkräfte unterstützt. Das Angebot ist fest im Schulalltag verankert und trägt zur individuellen Förderung sowie zur Chancengerechtigkeit bei. Gleichzeitig setzen sich die Lernenden mit der Bedeutung von Sprache für Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und ihre eigenen Zukunftsperspektiven auseinander.
| SDG 4.7: Bildung für nachhaltige Entwicklung | Förderung von Sprachkompetenz als Grundlage für Bildungserfolg, gesellschaftliche Teilhabe und reflektierte Lebensgestaltung. |
| SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum | Verbesserung der Zugangschancen zu Ausbildung und Arbeitsmarkt durch den Erwerb eines anerkannten Sprachzertifikats. |
| SDG 10: Weniger Ungleichheiten | Gezielte Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Ausgangslagen zur Stärkung von Chancengerechtigkeit und Bildungszugang. |
| SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | Kooperation innerhalb der Schule (Lehrkräfte, Schulsozialarbeit) sowie Anbindung an externe Zertifizierungsstrukturen. |
Schülerinnen und Schüler des ESB besuchten die Berufsorientierungsmesse „Young Hands“ im Ausbildungszentrum der Bauindustrie. Dort erhielten sie praxisnahe Einblicke in verschiedene Handwerksberufe und konnten Tätigkeiten direkt ausprobieren sowie mit Betrieben und Auszubildenden ins Gespräch kommen.
Der Messebesuch unterstützt die Jugendlichen dabei, eigene Interessen zu entdecken und berufliche Perspektiven zu entwickeln. Durch die Einbindung in den Unterricht werden die Erfahrungen reflektiert und nachhaltig gesichert. So leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung und zur Vorbereitung auf den Übergang in Ausbildung und Beruf.
| SDG 4.7: Bildung für nachhaltige Entwicklung | Förderung von Analyse-, Bewertungs- und Handlungskompetenz durch Reflexion beruflicher Perspektiven und deren gesellschaftlicher Bedeutung. |
| SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum | Einblick in Berufsfelder des Handwerks sowie Auseinandersetzung mit Arbeitsbedingungen und Qualifikationsanforderungen. |
| SDG 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur | Einblick in technologische Entwicklungen im Handwerk und deren Bedeutung für zukünftige Arbeitsprozesse. |
| SDG 10: Weniger ungleichheiten | Reflexion unterschiedlicher Bildungs- und Berufswege sowie individueller Zugangsvoraussetzungen. |
| SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | Kooperation mit außerschulischen Partnern zur Verknüpfung von Schule und Arbeitswelt. |
Im Rahmen der „Wochen gegen Rassismus“ setzte sich die Klasse HBI2 mit der Unterrepräsentation von Frauen in Wissenschaft und Technik auseinander. Ausgangspunkt war eine Umfrage, die für das Thema sensibilisierte. Anschließend beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem sogenannten Matilda-Effekt und recherchierten eigenständig Biografien von Wissenschaftlerinnen.
Die Ergebnisse wurden in Form von Plakaten aufbereitet und als Ausstellung im Schulgebäude präsentiert. So wurden die Leistungen der porträtierten Frauen sichtbar gemacht und einem breiten Publikum zugänglich gemacht.
Das Projekt fördert die Auseinandersetzung mit Fragen von Gleichberechtigung und gesellschaftlicher Teilhabe und stärkt die Fähigkeit, bestehende Ungleichheiten kritisch zu reflektieren. Gleichzeitig eröffnet es den Lernenden die Möglichkeit, durch eigene Beiträge aktiv Perspektiven sichtbar zu machen.
| SDG 4.7: Bildung für nachhaltige Entwicklung | Förderung von Analyse-, Bewertungs- und Handlungskompetenz durch die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Ungleichheiten und die Sichtbarmachung unterrepräsentierter Perspektiven. |
| SDG 5: Geschlechtergleichheit | Sichtbarmachung von Benachteiligungen von Frauen in Wissenschaft und Technik sowie Reflexion von Geschlechterrollen. |
| SDG 10: Weniger Ungleichheiten | Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Ungleichheiten und Diskriminierung sowie Förderung eines reflektierten Umgangs mit Vielfalt und Chancengleichheit. |
Im Bildungsgang der KFZ-Mechatroniker arbeitet das Eduard-Spranger-Berufskolleg mit regionalen Unternehmen zusammen, um aktuelle Fahrzeugtechnik praxisnah in den Unterricht einzubinden.
Durch bereitgestellte Anschauungsobjekte – von Verbrennungsmotoren bis zum E-Antrieb – können Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Antriebstechnologien analysieren und vergleichen. Dabei setzen sie sich auch mit Fragen der nachhaltigen Mobilität wie Energieeffizienz, Emissionen und Ressourcennutzung auseinander.
Die Materialien werden zunächst projektorientiert aufgearbeitet und anschließend dauerhaft im Unterricht genutzt. So entsteht ein langfristiger Praxisbezug, der technische Entwicklungen verständlich macht und den Unterricht nachhaltig bereichert.
| SDG 4.7: Bildung für nachhaltige Entwicklung | Förderung von Analyse-, Bewertungs- und Handlungskompetenz durch die Auseinandersetzung mit aktuellen Antriebstechnologien und nachhaltiger Mobilität. |
| SDG 7: Bezahlbare und saubere Energie | Thematisierung von Energieformen und -nutzung im Verkehrssektor, insbesondere im Kontext von Elektromobilität und Energieeffizienz. |
| SDG 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur | Einblick in technologische Entwicklungen der Fahrzeugtechnik und deren Bedeutung für nachhaltige Innovationen. |
| SDG 12: Nachhaltige/r Konsum und Produktion | Reflexion von Ressourcennutzung, Materialeinsatz und Lebenszyklen verschiedener Antriebssysteme. |
| SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz | Analyse der Emissionswirkungen unterschiedlicher Antriebstechnologien und Bewertung von Transformationsprozessen im Mobilitätssektor. |
| SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | Kooperation mit regionalen Unternehmen zur Verknüpfung schulischen Lernens mit realen Transformationsprozessen. |
Im Februar 2026 präsentierten die Studierenden der Fachschule für Technik im Rahmen der jährlichen Hausmesse ihre praxisorientierten Abschlussprojekte aus Maschinenbau- und Elektrotechnik.
Die Projekte entstanden in Kooperation mit regionalen Unternehmen und basierten auf realen betrieblichen Aufgabenstellungen. Vorgestellt wurden unter anderem Konstruktionen im Stahl- und Vorrichtungsbau, Optimierungen in der Steuerungs- und Messtechnik sowie Lösungen zur Effizienzsteigerung industrieller Systeme.
Neben funktionalen und wirtschaftlichen Anforderungen spielten auch Aspekte wie Materialeinsatz, Energieverbrauch und Prozessoptimierung eine Rolle. Die Studierenden setzten sich mit Zielkonflikten zwischen Kosten, Sicherheit, technischer Machbarkeit und nachhaltiger Gestaltung auseinander.
Die Hausmesse ist damit nicht nur Präsentationsplattform, sondern ein schulöffentlicher Reflexionsraum für verantwortungsbewusste Technik im regionalen Kontext.
Die Techniker-Abschlussprojekte sind curricular fest verankert. Die Hausmesse wird jährlich als Präsentations- und Reflexionsformat fortgeführt.
| SDG 4.7: Bildung für nachhaltige Entwicklung | Förderung von Gestaltungskompetenz durch die Bearbeitung realer technischer Problemstellungen unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Zielkonflikte. |
| SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum | Qualifizierung für verantwortungsbewusste technische Fach- und Führungstätigkeiten im regionalen Wirtschaftskontext. |
| SDG 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur | Entwicklung und Optimierung technischer Systeme sowie Förderung innovativer industrieller Lösungsansätze. |
| SDG 12: Nachhaltige/r Konsum und Produktion | Reflexion von Ressourceneinsatz, Energieeffizienz und Prozessoptimierung im Rahmen betrieblicher Entwicklungsaufträge. |
| SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | Kooperation zwischen Schule und regionalen Unternehmen als Beitrag zu nachhaltiger Bildungs- und Innovationsentwicklung. |
Das BNE-Team als Akteur in der Schulentwicklung
(Weitere Details in der verlinkten Datei zu den aktuellen Projekten)
Im Mai 2026 beteiligte sich das ESB am Auftakttreffen der neu gegründeten Initiative „MINT-Macher Hamm“. Ziel ist die stärkere Vernetzung regionaler Akteure zur Förderung der MINT-Bildung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Hamm.
An dem Treffen nahmen rund 30 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Institutionen teil, darunter das FabLab Hamm-Westfalen e.V., die Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL), verschiedene Hammer Schulen, die Bundesagentur für Arbeit, die Beratung zur beruflichen Entwicklung (BBE) Hamm, die Wasserstoffallianz Westfalen, das Regionale Bildungsbüro Hamm sowie das zdi-Zentrum Hamm. Organisiert wurde die Veranstaltung durch das zdi-Zentrum Hamm in Kooperation mit der Hammer Wirtschaftsagentur IMPULS.
Im Mittelpunkt standen das gegenseitige Kennenlernen, der Austausch über bestehende Angebote sowie die Entwicklung gemeinsamer Perspektiven für die regionale MINT-Förderung. Dabei wurden auch zahlreiche Schnittstellen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sichtbar, insbesondere in den Bereichen nachhaltige Technologien, Energiewende, Berufsorientierung und regionale Bildungskooperationen.
Für das ESB ergeben sich aus dem Netzwerk vielfältige Möglichkeiten zur nachhaltigen Schul- und Unterrichtsentwicklung. Insbesondere im technisch-praktischen Bereich können Werkstätten, Fachräume und projektorientierte Unterrichtsformate des ESB als gemeinsame Lernorte für Workshops, Projekttage oder Schülerlabore genutzt werden. Themen wie Photovoltaik, Elektromobilität, Wasserstofftechnologien oder Green Coding bieten dabei zahlreiche Anknüpfungspunkte zwischen MINT-Bildung und nachhaltiger Entwicklung im Sinne der BNE.
| SDG 4: Hochwertige Bildung | Förderung praxisnaher und kooperativer MINT-Bildung durch die Vernetzung schulischer und außerschulischer Bildungsakteure in der Region Hamm. |
| SDG 4.7: Bildung für nachhaltige Entwicklung | Verknüpfung von MINT-Bildung mit nachhaltigen Zukunftsthemen wie Energiewende, Digitalisierung, Ressourcenschonung und technischer Verantwortung. |
| SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum | Unterstützung beruflicher Orientierung und Fachkräftesicherung durch praxisbezogene Bildungsangebote und regionale Kooperationen. |
| SDG 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur | Förderung innovativer technischer Lernformate sowie Vernetzung von Schulen, Hochschulen, Wirtschaft und außerschulischen Lernorten. |
| SDG 10: Weniger Ungleichheiten | Erweiterung von Teilhabechancen an praxisorientierter MINT-Bildung durch schulformübergreifende Kooperationen und niedrigschwellige Angebote. |
| SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden | Beitrag zur Entwicklung regionaler Bildungslandschaften und nachhaltiger kommunaler Netzwerkstrukturen im Bereich MINT und BNE. |
| SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | Aufbau und Weiterentwicklung eines regionalen Netzwerks zwischen Schulen, Hochschule, Arbeitsmarktakteuren, Bildungsinstitutionen und weiteren Partnern. |
Das ESB ist dabei sein Schulprogramm grundlegend zu erneuern – ein zentraler Schritt für die nachhaltige Schulentwicklung und ein Beispiel für gelebte Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Das Projekt wird vom BNE-Team gemeinsam mit der Schulentwicklungsgruppe (SEG) und der Schulleitung entwickelt.
Aus einer zunächst beschreibenden Textsammlung entsteht ein klar strukturiertes, zielorientiertes Schulprogramm mit verbindlichen Entwicklungszielen, transparenten Prozessen und abgestimmten Zuständigkeiten. Damit erfüllt es die Anforderungen des Referenzrahmens Schulqualität NRW und bildet das strategische Fundament für die Weiterentwicklung der Schule.
BNE ist nun als Leitprinzip verankert und ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Perspektiven werden systematisch miteinander verbunden. Der Entwicklungsprozess selbst folgt den Prinzipien von Partizipation, Kooperation und kontinuierlicher Rückkopplung – im Sinne der Leitlinie BNE NRW und des Whole Institution Approach (WIA).
Das neue Schulprogramm stärkt die Schule als Lernort, an dem junge Menschen Gestaltungskompetenz entwickeln und Verantwortung übernehmen können. Zugleich schafft es klare Strukturen und verlässliche Netzwerke, sodass Nachhaltigkeit am ESB nicht nur unterrichtet, sondern institutionell gelebt wird.
| SDG 4: Hochwertige Bildung | Verankerung von BNE im Schulprogramm; Stärkung von Unterrichts- und Qualitätsentwicklung. |
| SDG 4.7: Bildung für nachhaltige Entwicklung | BNE als Leitprinzip; Förderung von Gestaltungskompetenz; strategische Integration in Schulentwicklung. |
| SDG 10: Weniger Ungleichheiten | Transparente Strukturen und Beteiligungsmöglichkeiten; Förderung chancengerechter Teilhabe. |
| SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden | Aufbau einer resilienten, nachhaltig ausgerichteten Bildungsinstitution mit regionalen Netzwerken. |
| SDG 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion | Etablierung nachhaltiger Organisations- und Entscheidungsprozesse; Förderung ressourcenschonender Abläufe. |
| SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz | Ausrichtung von Entwicklungsprozessen auf klimabewusstes Handeln und nachhaltige Infrastruktur. |
| SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen | Stärkung demokratischer, transparenter und partizipativer Strukturen einer lernenden Institution. |
| SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | Kooperation mit Schulleitung, SEG, Kollegium und externen Partnern im Sinne des WIA. |
Vom 8.–12.12.2025 setzt die ESB Safety Week unter dem Motto Eine Stadt. Eine Schule. Ein Zeichen gegen Gewalt. ein starkes Zeichen für soziale Nachhaltigkeit und zeigt, wie BNE in die Schulentwicklung eingebettet ist. Die Veranstaltung fördert soziale, emotionale und demokratische Kompetenzen der Lernenden und stärkt Konfliktfähigkeit, Verantwortungsübernahme und Gestaltungskompetenz.
Die Schülervertretung wirkt aktiv an Planung und Umsetzung mit und trägt so zu demokratischer Kultur und Selbstwirksamkeit bei. Das Projekt wird von Akteuren der Schulsozialarbeit und des BNE-Teams koordiniert und gemeinsam mit Polizei, Jugendgerichtshilfe, Suchtberatung und dem Hammer Fight Club realisiert – ein Beispiel für gelungene multiprofessionelle Zusammenarbeit und regionale Vernetzung im Sinne des Whole Institution Approach (WIA).
Die Einbindung der Stadt Hamm verdeutlicht den kommunalen Stellenwert des Projekts. Die Safety Week unterstützt Lernende dabei, Gewaltmechanismen zu reflektieren und Strategien für ein friedliches und inklusives Miteinander zu entwickeln. Perspektivwechsel, Reflexion und Partizipation werden dabei praktisch erfahrbar.
So zeigt das Projekt eindrucksvoll, wie BNE am ESB gelebt wird und wie Gewaltprävention zur nachhaltigen Schulentwicklung beiträgt.
| SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen | Stärkung psychischer und sozialer Gesundheit durch Gewaltprävention und sichere Lernumgebungen. |
| SDG 4.7: Bildung für nachhaltige Entwicklung | Förderung von Gestaltungskompetenz, Gewaltfreiheit, Menschenrechten und demokratischer Teilhabe. |
| SDG 5: Geschlechtergleichheit | Reflexion geschlechtsspezifischer Gewaltformen und Förderung eines respektvollen, diskriminierungsfreien Miteinanders. |
| SDG 10: Weniger Ungleichheiten | Unterstützung vulnerabler Lerngruppen; Förderung sozialer Teilhabe, Chancengerechtigkeit und eines inklusiven Schulklimas. |
| SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden | Stärkung der Bildungsregion Hamm durch Austausch und regionale Netzwerkpflege. |
| SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen | Stärkung einer gewaltfreien, demokratischen Schulkultur sowie rechtsstaatlicher Orientierung und transparenter Strukturen. |
| SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | Kooperation mit SV, Sozialarbeit, Polizei, Jugendgerichtshilfe, Hammer Fight Club und Stadt Hamm; Ausbau kommunaler Bildungsnetzwerke. |
Beim Informationstag der Hammer Berufskollegs am 29. November 2025 präsentiert das BNE-Team des ESB die nachhaltigen Aktivitäten der Schule und setzt wichtige Impulse für die Schulentwicklung. Am Infostand werden die Projekte am ESB, deren curriculare Verankerung sowie die Bewerbungen als „Schule der Zukunft“ vorgestellt – und damit sichtbar gemacht, wie Nachhaltigkeit am ESB systematisch umgesetzt wird.
Das World-Café bietet Raum für Austausch und neue Ideen: Lernende, Lehrkräfte und externe Partner diskutieren Zukunftsfragen und entwickeln Projektimpulse; ein Vorschlagsbriefkasten ermöglicht zusätzliche Beteiligung. Gestaltungskompetenz, Multiperspektivität und Partizipation werden hier praktisch erfahrbar.
Auch der Whole Institution Approach (WIA) wird deutlich: Der Austausch mit Schulen, Verwaltung und weiteren Partnern stärkt Netzwerke und verbindet Unterrichtsentwicklung, Schulorganisation und Kooperation zu einer nachhaltigen Lernkultur.
So zeigt der Informationstag, wie ein strukturiertes Format Information, Dialog und Beteiligung bündelt – und BNE am ESB sichtbar, wirksam und dauerhaft verankert.
| SDG 4: Hochwertige Bildung | Stärkung nachhaltiger Bildungsprozesse und transparente Verankerung von BNE am ESB. |
| SDG 4.7: Bildung für nachhaltige Entwicklung | Förderung von Gestaltungskompetenz und partizipativer Mitwirkung durch World-Café und Dialogformate. |
| SDG 10: Weniger Ungleichheiten | Niedrigschwellige Beteiligung für alle Gruppen; Förderung von Teilhabe und Inklusion. |
| SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden | Stärkung der Bildungsregion Hamm durch Austausch und regionale Netzwerkpflege. |
| SDG 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion | Darstellung nachhaltiger schulischer Strukturen und ressourcenschonender Prozesse. |
| SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz | Kommunikation klimarelevanter Schulprojekte und Sensibilisierung für Klimaschutz. |
| SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen | Förderung demokratischer, transparenter Schulstrukturen und dialogorientierter Entscheidungen. |
| SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | Kooperation mit Berufskollegs, Stadt Hamm und externen Partnern; Ausbau nachhaltiger Bildungsnetzwerke. |
Mitgliedschaft in BNE-Netzwerken
Unsere Schule ist Teil des Netzwerks BNE-Netzwerk Hamm: Eine Welt im Wandel gestalten. Einige Hinweise zu Aktivitäten und zu weiteren Mitgliedern des Netzwerks findet man auch auf der Webseite des Netzwerks beim Landesprogramm SdZ.
Unsere Schule istMitglied beim Landesprogramm Schule der Zukunft. Dieses Programm wurde von den für Schule und Umwelt zuständigen Ministerien des Landes NRW gegründet und wird durch diese gefördert. Begleitet wird das Programm von der Natur-und Umweltschutzakademie NRW.
Als BNE-Akteur unterstützen unsere Schule das Programm BNE 2030 der Deutschen UNESCO-Kommission.
Workshops, Netzwerktreffen und SDZ-Aktivitäten
Im Februar hat das ESB seine aktuelle Dokumentation im Rahmen des Landesprogramms „Schule der Zukunft“ eingereicht. Die Einreichung bündelt zentrale Aktivitäten der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und macht deren systematische Verankerung im Unterricht sowie in der Schulentwicklung sichtbar.
Die Dokumentation zeigt insbesondere, wie BNE-Aktivitäten fachübergreifend umgesetzt, curricular eingebunden und durch Kooperationen mit außerschulischen Partnern erweitert werden. Darüber hinaus wird deutlich, in welchem Maße nachhaltige Entwicklung zunehmend das Schulprofil prägt und als leitende Perspektive für Unterricht, Organisation und Zusammenarbeit wirkt.
Damit dokumentiert die Schule nicht nur einzelne Projekte, sondern einen strukturierten Entwicklungsprozess im Sinne einer ganzheitlichen, nachhaltigkeitsorientierten Schulentwicklung.
Am 11. November 2025 nahm das BNE-Team des ESB am Netzwerktreffen Hamm im Maxilab des Maximilianparks teil. Herr Martin Klatt (Amt für schulische Bildung und Bildungsmanagement der Stadt Hamm) stellte den Teilnehmenden aktuelle Entwicklungen rund um die Bildungskommune Hamm und die Weiterentwicklung der lokalen BNE-Bildungslandschaft vor.
Im Mittelpunkt standen der Rückblick auf das BNE-Festival NRW, die Einführung des neuen Netzwerk-Logos sowie die Planung gemeinsamer Projekte und Veranstaltungen für das Jahr 2026.
Das ESB, vertreten durch das BNE-Team, brachte Impulse aus der schulischen BNE-Praxis und dem Whole Institution Approach in den Austausch ein. Die Teilnahme stärkt die Kooperation der Hammer Bildungseinrichtungen und unterstreicht das Engagement des ESB für gelebte Nachhaltigkeit in der Bildungsregion Hamm.
Am 9. und 10. Oktober 2025 beteiligte sich das BNE-Team des ESB aktiv am BNE-Festival NRW in der VHS Hamm. Unter dem Motto “Lokal. Global. BNE.” kamen Engagierte aus Schulen, Hochschulen und Nichtregierungsorganisationen zusammen, um sich zu vernetzen, neue Impulse zu gewinnen und gemeinsam Zukunftsfragen der Bildung zu gestalten.
In Vorträgen, Workshops und BNE-Laboren wurde diskutiert, wie globale Zusammenhänge greifbar gemacht und Menschen dazu ermutigt werden können, ihre Zukunft aktiv nachhaltig zu gestalten.
Mit seiner Beteiligung brachte das ESB praxisnahe Erfahrungen aus Schulentwicklung, dem Whole Institution Approach und der nachhaltigen Berufsbildung in den landesweiten Austausch ein – ein sichtbares Zeichen für die starke Verankerung von BNE in der Bildungsregion Hamm.
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
Patrick Fuckel
Dr. Frank Klinker
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