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Kraftfahrzeugmechaniker*in

Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik
Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik
Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik

 

Berufsbild:
Bei dem Beruf Kraftfahrzeugmechatronikerin/Kraftfahrzeugmechatroniker handelt es sich um einen handwerklichen Beruf, indem mechanische, elektronische, pneumatische, hydraulische und informationstechnische Aufgaben im Rahmen der Fahrzeugtechnik integriert sind. Kraftfahrzeugmechatronikerinnen und Kraftfahrzeugmechatroniker sind für Servicetätigkeiten, Diagnose bei fehlerhaften Systemen, Reparatur und Instandhaltung von Fahrzeugen mit unterschiedlichsten Antriebskonzepten zuständig. Zudem übernehmen sie Um- und Nachrüstarbeiten an Fahrzeugsystemen, die in das vorhandene System integriert werden müssen. Dabei beraten Kraftfahrzeugmechatronikerinnen und -mechatroniker die Kunden und informieren diese über durchgeführte arbeiten.

Typische Aufgaben, die auf das Berufsbild zutreffen sind:

  • Analyse von Fahrzeugkomponenten mithilfe elektronischer und computergestützter Systeme
  • Prüfung und Austausch von Bauteilen
  • Reparatur von elektrischen (hoch- und Niedervoltbauteilen), pneumatischen, mechanischen und hydraulischen Fahrzeugkomponenten
  • Service von Fahrzeugen, wie das Wechseln von Schmier- oder weiteren Betriebsstoffen
  • Überprüfen von mechanischen, elektrischen und elektronischen Systemen

Ausbildungsdauer und -organisation:
Die Ausbildungsdauer beträgt dreieinhalb Jahre und kann unter bestimmten Voraussetzungen auf bis zu zweieinhalb Jahre verkürzt werden. Absolviert wird die Ausbildung durch eine gestreckte Gesellenprüfung, die sich aus einer theoretischen und praktischen Prüfung nach ca. zwei Jahren Ausbildung und einer theoretischen und praktischen Prüfung nach dreieinhalb Jahren zusammensetzt.


Angebotene Schwerpunkte:
Am Eduard-Spranger-Berufskolleg kann die Ausbildung zur Kraftfahrzeugmechatroniker*in in folgenden Schwerpunkten erfolgen:

  • Personenkraftwagentechnik
  • Nutzfahrzeugtechnik
  • System- und Hochvolttechnik


Merkmale der Ausbildung und des Unterrichts
Die Ausbildung zur Kraftfahrzeugmechatronikerin/zum Kraftfahrzeugmechatroniker erfolgt nach dem dualen System. Dies bedeutet, dass der Ausbildungsbetrieb und die berufsbildende Schule für die Ausbildung verantwortlich sind. Der Unterricht am Eduard-Spranger-Berufskolleg wird in Teilzeitform an einem bis zwei Tagen pro Woche in 14 praxisnahen Lernfeldern erteilt und ist in den vier Bündelungsfächern „Service“, „Reparatur“, „Diagnose“, „Umrüsten und Nachrüsten“ organisiert. Alle Schwerpunkte werden bis zum dritten Lehrjahr in den folgenden zehn Lernfelderern unterrichtet:

  • Fahrzeuge und Systeme nach Vorgaben warten und inspizieren
  • Einfache Baugruppen und Systeme prüfen, demontieren, austauschen und montieren
  • Funktionsstörungen identifizieren und beseitigen
  • Umrüstarbeiten nach Kundenwünschen durchführen
  • Inspektionen und Zusatzarbeiten durchführen
  • Funktionsstörungen an Bordnetz-, Ladestrom- und Startsystemen diagnostizieren und beheben
  • Verschleißbehaftete Baugruppen und Systeme instand setzen
  • Mechatronische Systeme des Antriebsmanagements diagnostizieren
  • Serviceaufgaben an Komfort- und Sicherheitssystemen durchführen
  • Schäden an Fahrwerks- und Bremssystemen instand setzen


Die letzten vier verbliebenden Lernfelder werden spezifisch je nach Schwerpunkt differenziert.


Für den Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik sind es die Lernfelder:

  • Vernetzte Antriebs-, Komfort- und Sicherheitssysteme diagnostizieren und instand setzen
  • Fahrzeuge für Sicherheitsprüfungen und Abnahmen vorbereiten
  • Antriebskomponenten reparieren
  • Systeme und Komponenten aus-, um- und nachrüsten


Für den Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik sind es die Lernfelder:

  • Vernetzte Antriebs-, Komfort- und Sicherheitssysteme diagnostizieren und instand setzen
  • Fahrzeuge für Sicherheitsprüfungen und Abnahmen vorbereiten
  • Antriebskomponenten reparieren
  • Systeme und Komponenten aus-, um- und nachrüsten


Für den Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik sind es die Lernfelder:

  • Vernetzte Antriebs-, Komfort- und Sicherheitssysteme diagnostizieren und instand setzen
  • Fahrzeuge für Sicherheitsprüfungen und Abnahmen vorbereiten
  • Komponenten an Hybrid- und Elektrofahrzeugen prüfen und instand setzen
  • Systeme und Komponenten aus-, um- und nachrüsten


Die Stundentafel wird ergänzt durch Unterricht in den Fächern Deutsch/Kommunikation, Wirtschafts- und Betriebslehre, Politik, Englisch, Religion und Sport/Gesundheitsförderung. Der Fachunterricht findet in für einen möglichst großen Praxisbezug in speziellen Fachräumen sowie in unserer KFZ-Halle in der Lernfabrik „Industrie 4.0“ statt. Besonders hervorzuheben sind folgende praktische Unterrichtselemente:

  • Werkstattunterricht in unserer Metallwerkstatt, in der Grundlagen zur Metallverarbeitung vermittelt werden (Arbeiten mit Bohrmaschinen, Erstellen von Gewindereparaturen mit gängigen Werkzeugen und Materialien aus der Fahrzeugtechnik)
  • Werkstattunterricht in unserer Elektronikwerkstatt, in der Grundlagen zur Elektrotechnik vermittelt werden (Arbeiten mit Labornetzteilen, Multimetern)
  • Reparaturen an Bremssystemen in unserer KFZ-Halle (Bremsleitungsbau und mechanische Messungen an Bremssystemen)
  • Mechanische Vermessungen von Motoren in unserer KFZ-Halle (Zylinder- und Kolbenvermessungen)
  • Fehlerdiagnose an zwei Schulungsfahrzeugen oder einem Demonstrationsmotor mithilfe gängiger Diagnosesysteme aus der Fahrzeugtechnik (Fehlerspeicherabfrage, Nutzung der verbauten Messelektronik, wie Multimeter, Hochvoltmodul oder Oszilloskope)
  • Fehlerdiagnose an isolierten Fahrzeugsystemen (Schulungstafeln), um einzelne Systeme fassbar zu gestalten (Trainingssysteme zu Hochvoltbatterien, zum Freischalten von Hochvoltfahrzeugen, zu Sensoren, Aktoren oder grundlegender Elektrotechnik wie Beleuchtungsanlagen)

 

Voraussetzung für den Bildungsgang:

  • Es muss ein Ausbildungsverhältnis mit einem Betrieb bestehen
  • Technisches Verständnis
  • Interesse an Elektrotechnik und Mechanik
  • Handwerkliches Geschick
  • Teamfähigkeit

Dein Ansprechpartner:

Patrick Kabik

Studienrat

Telefon 02381 / 97 306 0
E-Mail patrick.kabik@esb-hamm.de