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Weltflüchtlingstage am Eduard-Spranger-Berufskolleg

Erstellt von Marie Höfener
|   Bericht

Schülerinnen und Schüler sprechen über Fluchtgründe

Das Eduard-Spranger-Berufskolleg stand in der letzten Woche ganz unter dem Motto „Weltflüchtlingstag“.  In diesem Jahr ging es dabei aber weniger um klassische Fluchtgründe wie Kriege, sondern vielmehr wurde ein Blick in die Zukunft gewagt. „Klimawandel“, „Plastikverschmutzung“, „Landgrabbing“ oder auch „Konfliktrohstoffe“ werden in den kommenden Jahren immer größere Probleme verursachen und zukünftig auch Grund sein, warum Tausende Menschen ihre Heimat verlassen werden.

Die Schulsozialarbeiter Petra Steimann und Mohamed Lamsiah haben in Zusammenarbeit mit Marie Höfener vom Jugendgemeinschaftswerk Hamm gGmbH eine geliehene Wandausstellung von Earthlink E.V. zu diesem Thema vorgestellt.

Dabei wurde auch der ständige Wechsel zu neueren Handys besprochen. „Durchschnittlich benutzen die Teilnehmenden der Ausstellung ihr Handy 12 Monate und wechseln danach zu einem neuen, selbst wenn das alte Telefon noch funktioniert“, so Mohamed Lamsiah, „was vielen nicht bewusst ist, ist dass dafür der sehr seltene Stoff Coltan im Kongo abgebaut werden muss. Dadurch dass Coltan sehr selten ist, kommt es immer wieder zu Konflikten in den Abbaugebieten“.

Anschließend hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit an einer Wasserbar Alternativen zu Wasser aus Plastikflaschen kennenzulernen und bei einer Blindverkostung Unterschiede zwischen Leitungswasser und Plastikwasser zu erschmecken. „In Hamm ist die Wasserqualität sehr gut und es gibt keinen Grund Wasser in Plastikflaschen zu kaufen. Bei der Blindverkostung schmeckte fast allen Teilnehmenden das Leitungswasser sogar besser“, erzählt Petra Steimann.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich von der Ausstellung sehr bewegt und hinterfragten auch ihr eigenes Konsumverhalten. „Landgrabbing ist ein Problem, von dem ich vorher nichts wusste“, sagt einer der Besucher der Ausstellung betroffen. „Auch dass in jedem zweiten Produkt im Supermarkt Palmöl ist, wusste ich nicht. Ich verstehe nicht, wieso es Öl aus anderen Ländern sein muss, wenn wir in Deutschland Sonnenblumenöl oder auch Rapsöl haben“.

Die Aktion zum Weltflüchtlingstag wurde mit Unterstützung des Projektes „Hamm sagt ja!“ durchgeführt und  von der Stadt Hamm und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert.

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Foto: Mues
Foto: Mues