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Und wieder hat sich eine Gruppe von angehenden Bauzeichnern bzw. Bauzeichnerinnen nach Norwegen zu einem Praktikum aufgemacht


| Jacob Gerke, Luc Hammen, Stina Haverkamp, Pia Heisterkamp, Philip Teasdale

Am Sonntag, den 31.05.2026, ging es für unsere Fünfergruppe auf nach Norwegen: Abflug 12:30 Uhr in Düsseldorf, geplante Ankunft 17:30 Uhr in Molde.

Dass an diesem Sonntag keiner von uns um 17:30 Uhr in Molde ankommen sollte, wussten wir zu dieser Zeit noch nicht. Nach einem planmäßigen Flug von Düsseldorf nach Oslo erhielten wir noch im Flugzeug die Hiobsbotschaft, dass der Anschlussflug gecancelt worden ist. 

Für zwei von uns ging es daraufhin auf eine spektakuläre Reise über Trondheim und Bergen noch am selben Tag nach Molde, während die übriggebliebenen eine Zwischenübernachtung in Oslo einlegen mussten. Die Zeit wurde selbstverständlich genutzt. Und so wurde neben Sightseeing in Oslo auch festgestellt, dass das Bier in Norwegen verdammt teuer ist. 

Am Nachmittag des nächsten Tages trafen dann die drei Nachzügler in unserer schicken Unterkunft mit Meerblick ein. Der erste Arbeitstag fiel somit leider ins Wasser, umso mehr freuten wir uns auf den Dienstag.

In aller Herrgottsfrüh trafen wir uns um 6:45 Uhr zum Dienstbeginn an der Hauptzentrale unseres Praktikumsbetriebes der Snekker Nachtigall As. Nach kurzer Einweisung ging es für uns auf die ersten Baustellen. Zu unseren Aufgaben zählten zum Beispiel das Ab- und Aufdecken eines Dachbodens und das Abreißen von Wänden und Böden. Bis 16 Uhr wurde gearbeitet, bevor es zurück zur Unterkunft ging. 

Die Nachmittage und Abende wurden vor allem für das gemeinsame Kochen, Karten spielen oder sportliche Aktivitäten wie Laufen und kleinere Wandertouren genutzt. Erwähnen möchten wir hier auch unsere „Elchausfahrten“ bei Dämmerung, bei welchen wir zwar keine Elche, dafür aber jede Menge Rehe, einige Hirsche, zwei Füchse und einen wunderschönen Sonnenuntergang zu Gesicht bekamen. 

Die erste Woche verlief unspektakulär und das Wochenende kam schnell näher. Den Samstag ging es für uns früh los, hatten wir doch einige Kilometer mit dem Auto vor uns. Wir fuhren mit einem in die Jahre gekommenen, aber funktionstüchtigem VW Golf Richtung Trollstigen. Die spektakuläre Passstraße schlängelt sich in engen Kurven den Berg hinauf und oben wird man mit einer sensationellen Aussicht belohnt. Von dort aus ging es weiter zur Stadt Alesund. Bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein erkundeten wir die im Jugendstil erbaute Kleinstadt und rundeten den Ausflug mit einem Besuch in einer Pizzeria ab. Am Sonntag wurden dann die Wanderschuhe ausgepackt. Über 2000 Stufen stiegen wir hoch bis zu einem Gipfel und wurden auch dort mit einer unglaublichen Aussicht belohnt. 

Die zweite Woche begann zunächst holprig. Jacob wurde durch einen Arbeitsunfall außer Gefecht gesetzt und verbrachte den restlichen Tag beim Arzt und im Krankenhaus. Zwei Tage Zwangspause und eingeschränkte Bewegungsfreiheit im Arm waren die Folge. Die anderen halfen mittlerweile immer öfter beim Umbau der ortsansässigen Kirche mit. In den Mittagspausen wurden dort nette Gespräche mit den Kirchenarbeitern geführt und wir wurden das eine oder andere Mal auf ein Mittagessen eingeladen.

So kam es, dass wir am Wochenende das Kirchenfest besuchten und uns über kostenlose Hotdogs freuen durften. Auch am Freitag wurde sich kulinarisch weitergebildet. Wir besuchten das Bierfest in Molde, bei welchem man sich durch viele verschiedene Biersorten durchprobieren konnte. 

Auch in der letzten Arbeitswoche hielt das Wetter und wir unterstützten die Handwerker auf den Baustellen. Dabei erhielten wir Einblicke in das Verlegen von Laminat oder konnten beim Verlegen von Fliesen in einem Badezimmer helfen. Für unsere beiden Mädels war besonders das Streichen von Fassadenbrettern ein echtes Highlight.

Bevor es auf die Heimreise ging, wurden wir vom Betriebschef Peter zu einem gemeinsamen Abschiedsessen eingeladen.

Der Rückflug selbst verlief dann deutlich reibungsloser als der Hinflug und so kamen wir alle rechtzeitig zum 2:1 Sieg der deutschen Nationalmannschaft zuhause an. 

Wir blicken auf eine sehr schöne und abwechslungsreiche Zeit zurück und bedanken uns bei allen, die uns dieses Erlebnis ermöglicht haben.