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Praktikum in Norwegen - 03.05.2026 - 22.05.2026


| Lena Gehlmann, Celina Marie Höher, Michelle Jung, Stella Schade, Anna-Maria Wulf

Im Zuge eines Erasmus+-Angebots haben wir die Möglichkeit bekommen, eine unbeschreiblich schöne Erfahrung in Form eines Praktikums machen zu können.

Am 03.05.2026 ging es für unsere Gruppe nach Norwegen, und zwar nach Molde. Nach einem langen Flug, mit mehreren Zwischenstopps, wurden wir herzlich in Molde vom Inhaber des Praktikumsbetriebes empfangen und zu unserem Haus gebracht. Dort angekommen haben wir alles Wichtige besprochen und ließen den Tag in Ruhe ausklingen.

Nachdem wir den ersten Tag frei bekommen haben, um einkaufen zu gehen und erst einmal anzukommen, ging es auch schon, dick eingepackt, los in den ersten Praktikumstag. Da es den ganzen Vormittag geschneit hatte, haben wir morgens in der Werkstatt Schrauben sortiert. Ab mittags konnten wir erste Einblicke in die norwegische Bauweise erlangen und durften selbstständig eine Auslieferungsfahrt tätigen. 

In den nächsten Tagen wurden wir untereinander in kleinere Gruppen aufgeteilt. Die einen durften dabei helfen, Fußleisten mit Hilfe einer Handkreissäge zuzuschneiden, Fliesen zu verfugen und diese vorher mit Fliesenkleber einzustreichen, während die anderen die Fassade eines Hauses abreißen und die Holzreste in einen Container entsorgen durften. 

Nach der ersten erfolgreichen und sehr lehrreichen Woche stand das erste Wochenende vor unserer Tür. Dieses wollten wir natürlich ausnutzen. Nachdem wir nach einer anstrengenden Wanderung zu einer Grotte mit Wasserfall erschöpft zu Hause ankamen, sind wir am nächsten Tag mit dem Auto über die Serpentinen bei Trollstigen gefahren. 

Zu Beginn der zweiten Woche sind wir wieder in die Gruppen der ersten Woche gegangen. Wir durften Fassadenbretter festnageln und einige wackelige Erfahrungen auf dem Gerüst machen. Zusätzlich durften wir Fliesen verfugen und Türgriffe sowie Türschlösser einbauen. Auf der anderen Baustelle wurde weiterhin die Fassade des Gebäudes abgerissen und der Schutt und die Holzreste in Container entsorgt. Auch diese Woche verging wie im Flug. 

Der Donnerstag war ein sehr regnerischer Feiertag. Nichtsdestotrotz haben wir uns aufgemacht und sind zu der spektakulären Atlantikbrücke gefahren. Wir sind über die Midsundtrappene auf den Gipfel des Rørsethornet gewandert und haben am nächsten Tag den norwegischen Nationalfeiertag besucht. 

Mit Muskelkater ging es dann in unsere letzte Praktikumswoche. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine von uns ist bei einem Mitarbeiter unseres Praktikumsbetriebes mitgefahren und durfte nochmals verfugen und zuvor dabei helfen, Fliesen zu verlegen. Die vier anderen sind gemeinsam auf eine Baustelle gefahren und haben die Eingangstreppe eines Gebäudes abgerissen. Zudem wurden weitere Teile der Fassade entfernt. Am nächsten Tag wurde sich in Schutzkleidung geschmissen und die Decke des Wohnzimmers und der Küche isoliert. Trotz der Schutzkleidung blieb der Juckreiz durch die Glaswolle nicht aus.             

Bevor es am Freitag schon zurück ging, haben wir die letzten beiden Tage Asphaltplatten zugeschnitten und mit einem speziellen Klebeband abgedichtet. Wir haben Isolation zugeschnitten und weitere Holzreste in die Container beseitigt. Des Weiteren haben wir die Halterung für eine Fensterbrüstung montiert und Holzlatten umgelagert. 

Nachdem die Woche so schnell vorbei war, ging es auch schon zurück nach Hause. Am Abend zuvor wurden wir zu einem Abschiedsessen eingeladen und morgens dann zum Flughafen gebracht. 

Es war eine sehr lehrreiche und unbeschreiblich schöne Zeit, die wir nie vergessen werden. Wir haben so viel gelacht und durften viele unvergessliche Erinnerungen sammeln. Wir sind sehr dankbar dafür, dass wir eine solche Chance bekommen haben. Die Zeit, die wir miteinander verbracht haben, hat uns nicht nur zusammengeschweißt, sie hat uns eine tolle Freundschaft geschenkt. In dem Sinne möchten wir uns bei allen bedanken, die uns dieses Praktikum ermöglicht haben. Dies ist nicht selbstverständlich und wir schätzen die Arbeit sehr, die hinter diesem einzigartigen Projekt steckt. Vielen Dank.