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Tischler fertigten „Mini-Gesellenstücke“


| Hans Schiller

Im Rahmen eines Unterrichtsprojektes in Kooperation mit den Ausbildungsbetrieben fertigten Auszubildende zum Tischler im zweiten Ausbildungsjahr „Mini-Gesellenstücke“ an.

Die Schülerinnen und Schüler planten und produzierten kleine Möbelstücke, die sehr individuell nach eigenen Ideen entwickelt wurden.

Das Projekt bildete den Abschluss des Lernfelds: „Individueller Möbelbau“, der durch die Auszubildenden so handlungsorientiert umgesetzt werden konnte. Neben der Vertiefung diente das Projekt auch als Vorlauf für die im kommenden Jahr anstehende Gesellenprüfung, an der das Gesellenstück einen entscheidenden Anteil hat.

Der Verlauf des Projekts „Mini-Gesellenstück“ lehnte sich direkt an die Abläufe des Gesellenstückbaus während der Abschlussprüfung an. Die Auszubildenden erstellten nach ihren Ideen zunächst Entwürfe, die intensiv diskutiert wurden. Im Anschluss mussten die Fertigungsunterlagen – bestehend aus Skizzen, CAD-Konstruktionszeichnung, Materialliste und Arbeitsablaufplan – erstellt werden, um damit dann in die Fertigung zu gehen.

Die notwendigen Materialien wurden weitestgehend durch die Ausbildungsbetriebe zur Verfügung gestellt und auch der Bau des Möbelstückes konnte in den Betrieben stattfinden.

Im Berufskolleg wurden die Stücke dann präsentiert und nach vorher festgelegten Kriterien bewertet. Jeder Auszubildende musste sein Möbelstück vorstellen und die Planung mit der Fertigung reflektieren. Eine gute Vorübung auf das Fachgespräch in der späteren Gesellenprüfung.

Zum Abschluss wurde durch die Auszubildenden noch das Siegerstück gewählt und erstmals mit einem kleinen Pokal ausgezeichnet. In diesem Jahr belegte Jonas Schmidt mit seinem Sideboard aus Eiche und Rolladenelement den 1. Platz.

Ein gelungenes Projekt, weshalb sich auch alle Beteiligten einig sind, dass es in Zukunft weiterhin fester Bestandteil der Ausbildung zum Tischler am ESB sein wird.