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Kein Dornröschenschlaf für das Eduard-Spranger-Berufskolleg

Claudia Mues | |   Bericht

Die Zeit des Lockdowns wurde am ESB für umfangreiche bauliche und organisatorische Veränderungen genutzt.

Seit dem 22. Februar dürfen Schüler*innen der Abschluss- und Prüfungsklassen unseres Berufskollegs wieder im Präsenzunterricht beschult werden.

Für die größeren Klassen bedeutet dies Hybrid- bzw. Wechselunterricht, d.h. eine Hälfte der Schüler*innen ist in der Schule, während die andere Hälfte den Unterricht vom heimischen Schreibtisch aus per Videokonferenz verfolgen kann. In der nächsten Woche erfolgt dann der Wechsel der Gruppen.

Was hat sich nun während des Lockdowns am ESB verändert? Hier einige Beispiele:

Schulleiter Burkhard Häger berichtet:

Der Mix aus Präsenz- und Distanzunterricht funktioniert deshalb so gut, weil wir bereits mit dem ersten Lockdown eine Lernplattform (IServ) zum gemeinsamen Austausch zur Verfügung hatten. Vor und auch nach den Sommerferien haben sich Lehrer*innen gemeinsam mit den Schüler*innen – begleitet von zahlreichen internen Schulungen – intensiv in die Nutzung der Plattform eingearbeitet. Die dafür notwendige IT-Infrastruktur wurde mit Hochdruck im gesamten Schulgebäude grunderneuert. Ein 10 GB-Backbone verbindet die Klassen- und Arbeitsräume, die alle mit einem WLAN Access Point, AppleTV und einer Dokumentenkamera ausgestattet werden.

Gleichzeitig konnten erste Fördermittel eingesetzt werden, um Laborräume in verschiedenen Fachbereichen zu modernisieren und mit neuester Technik auszustatten. Hierzu zählen eine hoch moderne Universalhärteprüfmaschine in der Werkstofftechnik genauso wie neue Steuerungssysteme für die Pneumatik und Elektropneumatik. Außerdem wurde eine Roboterstation mit mehrachsigem Knickarm angeschafft, die höchsten industriellen Qualitätsstandards genügt und bereits in Technikerprojekten in der Fachschule für Technik zum Einsatz kommt.

Darüber hinaus laufen trotz der Coronapandemie die Planungen für die neue Lernfabrik 4.0 am Eduard-Spranger-Berufskolleg auf Hochtouren. Am 29.01.2021 haben die Arbeiten zur Rodung der Sträucher und Bäume sowie die Bodenvorbereitung für den Neubau begonnen.

Dr. Rainer Hohenburg beschreibt die Veränderungen im Laborbereich H003/004:

Mit der vollständigen Renovierung und Sanierung des Kompetenzzentrums Informationstechnik-Automatisierungstechnik im Untergeschoss des Hauptgebäudes konnte eine Labor- und Entwicklungslandschaft entstehen, die eine hervorragende Ausbildungssituation der Schülerinnen und Schüler des Eduard-Spranger-Berufskollegs sicherstellt. Hierzu einige Fakten:

So sind weit über drei Kilometer Netzwerk- und Stromversorgungskabel neu verlegt worden, um die neuen Gerätschaften der EDV- und Automatisierungstechnik zu versorgen. Dies entspricht der doppelten Entfernung zwischen dem Eduard-Spranger-Berufskolleg und dem Hammer Hauptbahnhof. Nunmehr stehen auf über 200 Quadratmetern Fläche 62 hochmoderne EDV-Arbeitsplätze mit großen Monitoren und leistungsstarken PCs zur Verfügung, die optimale Ausbildungsbedingungen für unsere Schülerinnen und Schüler bieten. Hierbei wurden Tische in Übergröße ausgewählt, um die aktuellen Sicherheitsabstände mit großen Platzreserven möglich zu machen. Zudem stehen ab sofort hochmoderne Beamer, Dokumentenkameras, Drucker, Siemens Industriesteuerungen, sowie Festo- Pneumatik und Elektropneumatik-Versuchsstände zur Verfügung, die dem aktuellen und zukünftigen Standard in der modernen Ausbildung unserer Schülerinnen und Schüler Rechnung tragen.

Wir danken den beteiligten Firmen und insbesondere dem Immobilienmanagement Hamm, sowie dem Amt für Schulische Bildung für die konstruktive Zusammenarbeit, ohne die dieses Vorhaben in dieser Reife nicht möglich gewesen wäre.

Detlef Rudolphi berichtet über das Roboterlabor E205:

Im Rahmen der Neuausstattungen zur neuen Werkstatthalle konnte auch ein mobiles Robotersystem mit dem Namen Robotino beschafft und in die bestehende Infrastruktur eingebunden werden.

Mobile Roboter, auch fahrerlose Transportsysteme genannt, gewinnen in der Automatisierungstechnik immer mehr an Bedeutung. Im Rahmen einer Projektarbeit  haben die  angehenden Techniker und Technikerinnen eine vorhandene Produktionsanlage Industrie 4.0 - tauglich gemacht und das neue fahrerlose Transportsystem in die Anlage eingebunden. Neben der Hardware ist auch eine umfangreiche Simulationssoftware dabei, in der das Programm für den Robotino zur Orientierung im Raum erst getestet werden kann.

 

 

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